Die 7. Weltmeisterschaft im Feuerwehrsport ist gestern in Cottbus feierlich zu Ende gegangen. Über 15.000 Zuschauer erlebten an drei
Wettkampftagen spannende und vor allem faire Wettkämpfe. Zwei neue Weltrekorde wurden aufgestelt. Uladzimir Stralchenia aus Weißrussland
stellte mit seinen 12,95 s im Hakenleitersteigen den alten Weltrekord aus dem Jahre 2009 ein. Das Team aus Tschechien
gewann mit neuer Weltrekordzeit in der Disziplin Löschangriff. Mit 25,58 s setzten sie sich vor den Mannschaften aus Russland (25,75 s)
und der Slowakei (25,84 s) durch.
In der Zweikampfwertung wurde durch Sergey Afanasyev (28,62 s) aus Russland, ebenfalls ein neuer Rekord aufgestellt.
Die Hoffnungen der deutschen Mannschaft auf eine Medaille erfüllten sich auch diesmal leider wieder nicht. Dafür wurden vier neue deutsche Rekorde,
unter anderem im Löschangriff 26,56 s, in der 4 x 100 m Feuerwehrstafette 61,24 s und im Hakenleitersteigen 14,30 s durch
Tom Gehlert aufgestellt. Einen weiteren neuen Rekord gab es ebenfalls durch Tom Gehlert. Er verbesserte seine Zeit in der
Zweikampfwertung auf 32,32 s.
Kopf hoch Jungs, bei der nächsten WM in Antalya (Türkei) ist euch eine Medaille sicher.
In eigener Sache: Schade finde ich, dass das Deutsche Fernsehen kein Interesse an dieser Weltmeisterschaft hatte. Anstelle über dieses
Highlight zu berichten, werden lieber Gelder für belanglose Hochzeitsübertragungen und sonstige unnötige Sendungen ausgegeben, die in Wirklichkeit
niemanden interessieren.
In jeder Stadt und in jeder Gemeinde Deutschlands leben und arbeiten Feuerwehrfrauen- und männer, die - tagtäglich und nebenbei - bei Einsätzen
jeglicher Art ihren Mann bzw. Frau stehen. Von wenig Interesse kann also keine Rede sein. Bei Bränden, Katastrophen oder schweren Unfällen sind
Kameras manchmal schneller vor Ort als die Feuerwehr - so etwas nennt man wohl Sensationshascherei.
Auch wenn diese Kritik einigen wieder nicht schmecken wird, das ist nicht nur meine persönliche Meinung. as
Läufer der russischen Mannschaft an der Brandwanne
Sieger im 100 m Hindernislauf, Vladimir Sidorenko (RUS) 15,20 s
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