Turnhallenbrand am 14.03.1981

Brandauswertung des Turnhallenbranes in der 11. Polytechnischen Oberschule Cottbus am 14.03.1981

Am 14.03.1981 gegen 16.30 Uhr kam es in der Turnhalle der 11. POS zu einem Großbrand. Beim Brandobjekt handelte es sich um eine Kleinturnhalle, die 1974 errichtet wurde.
Die Ausmaße der Turnhalle betrugen:
Länge: 28 m
Breite: 30 m
Höhe: 5 m

Turnhalle 1981

In Zusammenhang mit anderen strafbaren Handlungen verschafften sich drei Schüler (alle 12 jahre) der 18.POS den schlüssel zur Turnhalle. I diesem spielten sie einige Zeit Fußball. danach zogen sie aus dem Raum 2 (Westseite) eine Hochsprungmatte aus Polyurethanweichschaum und setzten sie mittels eines Feuerzeuges in Brand. Mit einem Schaumlöscher löschten sie die angezündete Matte. Diesen Vorgang wiederholten sie 2 mal. danach glaubten sie alles abgelöscht zu haben und verließen die Turnhalle, wobei die Eingangstür von ihnen wieder verschlossen wurde und begaben sich auf den Nachhauseweg.

Gegen 16.50 Uhr bemerkte Herr G. von seinem Balkon aus, dass aus dem Dach der Turnhalle Flammen und Rauch austraten. Er verständigte daraufhin über Notruf das Kdo. Feuerwehr. Entsprechend den festlegungen rückte das Kdo. Feuerwehr mit 2 TLF 16, LF 16, LS 1/1, DL 30, SW 14 und dem ADW um 16.51 Uhr aus.

Beim Eintreffen der Kräfte brannte die Turnhalle im inneren in voller Ausdehnung. Die Stirnwand an der westlichen Seite war bereits zu ¾ und die Dachhaut bis zur Hälfte durchgebrannt. Noch nicht erfaßt war der Sozialtrakt, welcher als Flachbau an der südlichen Längsseite angebaut war. Durch die Tür und Lüftungsöffnungen im Südbau bestand die Gefahr einer weiteren Brandausbreitung.
Um die Ausdehnung des Brandes im Bereich des Sozialtraktes zu verhindern wurden die 2 TLF 16 (von der westlichen Seite mit zwei SSR 3/13 und von der östlichen Seite mit einem MSR 20/100 und SSR 8/11) zum Schutz des Sozialtraktes eingesetzt.
Weiterhin wurden eine SD 600 auf C-Leitung sowie eine SD 200 zur Brandbekämpfung in der Sporthalle und Gerätelager vorgenommen.
Das Löschwasser wurde von zwei Unterflurhydranten entnommen. Die Entfernung zum Brandobjekt betrug ca. 120 m.

Besonderheiten:
Bei der Herstellung der Löschwasserversorgung traten Behinderungen der Einsatzkräfte durch eine hohe Anzahl schaulustiger Bürger (ca. 1000-1500) auf, da die über den ODH des VPKA nachgeforderten Absperrkräfte der Schutzpolizei erst nach 30 Minuten am Einsatzort eintrafen.

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Quelle und Fotos: © Archiv Feuerwehr Cottbus
letzte Aktualisierung 14.02.2010 ::: Impressum ::: Home ::: Sitemap