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In den Jahren 1861/62 hatte Cottbus einige größere Brände zu verzeichnen, bei denen es sich ergab, dass es mit
dem Feuerlöschwesen im Stadtgebiet nicht gut bestellt war. Die Behören beschlossen deshalb, der Frage einer besseren
Organisierung der Feuerbekämpfung näher zutreten, und es bildete sich ein Komitee zur Beratung der Angelegenheit.
Zuerst war beabsichtigt, eine Art Berufsfeuerwehr ins Leben zu rufen, aber man kam bald davon ab. Dann stellte der im Jahr 1861 gegründete Turnverein an den Magistrat das Anerbieten, aus sich heraus eine Feuerwehr zu bilden und fragte gleichzeitig bei dem damaligen Branddirektor von Berlin, Scabell, an, wie eine den hiesigen Verhältnissen entsprechende Wehr einzurichten sei. An den Magistrat richtete der Turnverein ein Schreiben, dass es bereit sei, zwei Spritzen mit den dazugehörigen Nebengeräten zu bemannen. Der Magistrat ging auch darauf ein. Zwei Spritzen waren vorhanden, zur Beschaffung des übrigen Bedarfs bewilligten die Stadtverordneten in ihrer Sitzung vom 23. Oktober 1862 480 - 500 Taler, wofür die Feuerwehr zehn Hakenleitern, 12 Steigergurte, zehn Helme, ein Rettungsschlauch und ein Gerätewagen erstand. |
![]() Aufruf des Turn-Vereins zur Organisierung einer Feuerwehr im "Cottbuser Anzeiger" vom 14. Februar 1863. |
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Am 16. Februar 1863 traten die Interessenten zur konstituierenden Versammlung im Saale des "Hotel Ring" zusammen.
Die Mann- schaften wurden den einzelnen Geräten zugeteilt und am selben Abend noch die beiden überwiesenen Spritzen übernommen.
![]() Moritz Nommel wurde zum Oberführer gewählt. Am 23. Februar 1863 fand hinter der Klosterkirche die erste Übung statt. Die Uniformierung der Feuerwehrmänner bestand zu Anfang aus einer weißen Binde, im übrigen aus eigenem Anzug. Im März lieferte dann die Stadt eine neue Spritze und den ersten Schlauchwagen. Im Jahr 1868 erbaute die Stadt der Wehr das Steigerhaus, dass am 12. September eingeweiht wurde. |
Brandenburgischer Feuerwehrtag 1888 in Cottbus. Aufmarsch der Wehren vor dem Rathaus. Oberbürgermeister Dr. Mayer bei der Festansprache.Im Vordergrunde die Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehr Cottbus. ![]() Depot mit Steigerhaus am Kaiser-Wilhelm-Platz im Jahr 1886 |
![]() Auf dem Feuerwehrtag in Kassel im Juli 1874, welchen Wilhelm Kurtzrock als Delegierter der hiesigen Wehr besuchte, empfing der Genannte die Anregung zur Gründung des "Verbandes Freiwilliger Feuerwehren der Provinz Brandenburg". Die Gründung konnte dann auch am 3. und 4. Juni 1877 in Cottbus erfolgen. Am 1. September 1888 traten die im Vororte Sandow ungefähr 40 Männer zur Bildung einer Freiwilligen Feuerwehr zusammen. Gerbermeister Linde wurde zum Oberführer gewählt. Nach der Eingemeindung von Sandow 1904 wurde die Wehr als 3. Abteilung der Cottbuser Wehr eingegliedert. |
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In den Jahren 1861/62 hatte Cottbus einige größere Brände zu verzeichnen, bei denen es sich ergab, dass es mit
dem Feuerlöschwesen im Stadtgebiet nicht gut bestellt war. Die Behören beschlossen deshalb, der Frage einer besseren
Organisierung der Feuerbekämpfung näher zutreten, und es bildete sich ein Komitee zur Beratung der Angelegenheit.




Brandenburgischer Feuerwehrtag 1888 in Cottbus. Aufmarsch der Wehren vor dem Rathaus. Oberbürgermeister Dr. Mayer bei der Festansprache.





Hornist der Freiwilligen Feuerwehr um 1895.









